Erst männlich ohne Gehirn?

 
Seit einiger Zeit kursiert im Netz ein Artikel aus einer Zeitschrift namens „Tier & Natur“, der spektakulärer nicht sein kann UND vor allem – scheinbar – so manches klären dürfte:
 
Nun, dass mutet ja erstmals ziemlich spektakulär an und vor allem Menschen wie eine Alice Schwarzer werden sich jetzt zufrieden auf die Schenkel klopfen, denn schliesslich habe man es ohnehin schon immer gewusst und zweitens erklärt diese Erkenntnis, warum Mann so ist wie er ist… so als Mann eben.
Richtig, dieser Text wird – beinahe logisch – sofort auf den Menschen bezogen und hier wird gleich reflexartig auf uns Männer eingedroschen.
Feixend, kreischend und laut.
 
Jetzt kommen mir bei näherer Betrachtung aber so einige Zweifel auf.
Zum einen wird hier nirgendwo auch nur ansatzweise erwähnt, dass die Wissenschaft jemals den Versuch unternommen hat, einem weiblichen Vertreter des Menschen das Gehirn zu entnehmen und dieser – schwupp di wupp – hat sich sofort in einen Woody Allen oder einen Arnold Schwarzenegger verwandelt, zum anderen ist hier lediglich von einem Borstenwurm die Rede.
Mich wundert eigentlich mehr wie man es schaffen kann, einem Borstenwurm das Gehirn zu entfernen, wenn ich ehrlich bin. Ich gehe ja nicht davon aus, dass diese Würmer als die „Einsteins der Unterwasserwelt“ gelten, deren Gehirn ungefähr 2/3 ihres Körpers einnimmt und sie in ihrer Freizeit am liebsten alternative Treibstoffarten erfinden.
 
Sollte dieser Bericht stimmen… und da habe ich so meine Bedenken… dann öffnen sich natürlich für uns Menschen die Weiten der philsophischen Betrachtungen über Sein und Nichtsein… am Beispiel Gehirn in Verbindung mit dem Mann.
 
Gut, möglich wäre auch, dass der Wissenschaftler so dämlich war und diesem Vieh statt dem Gehirn die Tränendrüsen entfernt hat. Dann ist auch klar, was klar ist.
Die andere Frage ist ja, WIE kann man bei einem Borstenwurm überhaupt feststellen, wer jetzt Männchen und wer Weibchen ist?
Hat der männliche Borstenwurm etwa eine besonders lange Borste die ständig absteht? Oder haben weibliche Borstenwürmer Beulen, die wie durch Zauberhand plötzlich verschwunden sind? Oder waren die weiblichen Borstenwürmer nicht in der Lage, zwischen zwei Korallen einzuparken während die männlichen Vertreter nur in der Kneipe sassen?
Fragen über Fragen.
 
Aber jetzt mal ohne Flachs:
Was wäre eigentlich der Mann ohne Gehirn?
Ein instinkt- und triebgesteuertes Wesen, dass vor sich hingrunzend auf alles reagiert, dass in bunten Farben leuchtet, sich bewegt und auf alles draufhüpft, das auch nur annähernd weiblich wirkt?
O.k., meine Frage war, wie wäre der Mann ohne Gehirn und nicht, was beschreibt den Mann derzeit!
 
Er wäre kein grosser Denker, dass ist klar, dafür würde alles in ihm in  einer emotionalen Woge dahinwabbern und seine Verstandeswelt würde sich auf Gefühle und Empfindungen reduzieren.
Er würde also auf alles mit Heulen, vor Angst zittern oder Anbrüllen reagieren.
Die Frau wäre dann also die Denkmaschine… klar, dass erklärt auch, warum die meisten Forscher, Physiker, Mathematiker und sonstige Genies in erster Linie Frauen waren! Man denke hier nur ein Albertine Einstein oder Nielschen Bohr. Nicht zu vergessen Wilhelmine Röntgen oder Sieglinde Freud.
Aber wer weiss, vielleicht hat ja der Mann zwei Gehirne und wenn man ihm das eine entfernt, dann übernimmt das andere… o.k., auch diese Theorie ist nicht so ganz neu…
 
Wie man es auch dreht und wendet, es bleibt spannend!

 

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