Existenzielles… geschüttelt, nicht gerührt!

In meinem Blog erfährt man alles über das Leben, das Universum und den ganzen Rest.
Diese Aussage möge vielleicht um einen Zacken zu selbstbewusst anmuten, doch ganz egal, wie ich es zu formulieren versucht habe; das Ergebnis war immer das Gleiche:
In diesem Blog findet man Antworten auf Fragen, die uns schon immer brennend interessierten. Fragen, die der eine oder andere vielleicht nie zu stellen gewagt hätte.
Warum?
Keine Ahnung, vielleicht war der richtige Zeitpunkt noch nicht gekommen.
Wichtig ist jedenfalls, dass es endlich Antworten darauf gibt, nicht wahr?

Mein Blog soll aber kein statisches Stück virtuelles Papier sein.
Was denken die Leser über die Beiträge? Was ist es, was du immer schon loswerden wolltest?
Erst die Anmerkungen und Kommentare machen diesen humorvollen und etwas philosophischen Blog zu einem Tummelplatz der Erkenntnisse. 😉

Ich wünsche allen meinen Lesern viel Spaß!
Euer Mark

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Krank sein und krank werden in Deutschland

Grundsätzlich muss man ja sagen, das Gesundheitssystem in Deutschland ist schon toll. Jedenfalls verglichen mit Ländern wie Somalia, Kambodscha oder den Osterinseln. Im Falle der Osterinseln ist es sogar so, dass dort beispielsweise Sonnenallergiker ein gewaltiges Problem haben, unter einem lauschigen Schattenplatz, sagen wir mal: einer mittelprächtig gewachsener Gruppe junger Linden, Schutz zu suchen, während man auf die Therapiestunde wartet. Auf den Osterinseln gibt es nämlich keine Linden, weder alte noch junge. Es wachsen dort überhaupt keine Bäume mehr, nachdem sich die Ureinwohner der Osterinseln irgendwann einmal in den Kopf gesetzt haben, riesige Steinmonumente zu bauen. Gewaltige Köpfe aus irrsinnig schweren Felsen zu hauen und diese dann auf einer Stelle aufzubauen, die sich ewig weit entfernt vom damaligen Steinbruch befand. Um diese Köpfe dann transportieren zu können, brauchte man Bäume, besser gesagt: Holzstämme, und die haben nur Bäume. Traktoren gab es damals noch nicht, weil man vor etwa 5.000 Jahren noch zu doof dazu war, Trecker zu bauen. Aber gewaltige Köpfe, die kriegte man hin.

Warum die Menschen die ollen Schädel nicht gleich rechts neben dem Steinbruch stehen ließen und gut war es, weiß heute niemand mehr. Jedenfalls droschen die wie die Bekloppten so lange auf den Steinen rum, bis alles weg war, das nicht nach Kopf aussah und schleppten die Dinger über die halbe Insel. Mit dem Resultat, dass jetzt unzählige Steinmonumente rumstehen, aber keine Bäume mehr.

Also ein Albtraum für Menschen mit Sonnenallergie. Da geht es uns in Deutschland schon besser, denn wir haben schließlich den Schwarzwald. Und den Taunus. Außerdem haben wir niemanden in unserer Mitte, der mit wahnhaftem Eifer aus jedem Kiesel einen Kopf raushauen will. Was für ein Glück!

Doch so ganz rundum zufrieden können wir mit unserem Gesundheitssystem auch nicht sein, denn es gibt immer noch Fälle, da stellt es einem die Haare zu Berge.

Ein kleines Beispiel: Eine Patientin, nennen wir sie „Susi“, die klagt über Bauchschmerzen, geht zum Arzt und irgendwann stellt jemand fest, Susi leidet unter einem Darmverschluss, weil viel früher einmal ein anderer Arzt bei einer Blinddarm-Operation mit zu viel ärztlichem Eifer viel zu tief in des Susis jungen Körper schnitt. Egal jetzt, Susi konnte dem Onkel Doktor verzeihen, hat ihm aber nun einen beginnenden Darmverschluss zu verdanken. Der andere Arzt meint dazu, Susi müsste sich das in Ordnung bringen lassen und das macht Susi dann auch.

Dazu fährt sie in die Deutsche Diagnoseklinik in Wiesbaden, wo alle total nett sind und zwei Drittel von Susis Dickdarm entfernen, weil das auch total notwendig war.

Jetzt liegt die Susi – um zwei Drittel Dickdarm leichter als vorher – in ihrem Krankenzimmer. Neben ihr eine Frau um die Sechzig, also ungefähr doppelt so alt wie unsere Susi. Diese Dame kann man als sogenannte „Klinik-Touristin“ bezeichnen. Also eine Frau, die übermorgen ihre einhundertste Operation feiert und deren Themen sich ausschließlich um ehemalige Krankheiten, aktuelle Krankheiten und beginnende Krankheiten drehen. Und wenn sie mal nicht über irgendwelche medizinischen Eingriffe fachsimpelt, zitiert sie alle Frauenzeitschriften dieser Welt und hält Victoria Beckham für viel zu dünn.

Sollten der Klinik-Touristin die Themen ausgehen, dann beschwert sie sich über das Essen oder sie beginnt mit der Susi ein Streitgespräch über die notwendige Länge einer Operation, die das teilweise Entfernen des Dickdarms zum Thema hat.

Jedenfalls wollte die Klinik-Touristin eine Reha haben. Kaum hatte sie das Wort ausgesprochen, bekam sie auch schon eine. Am Chiemsee, denn dort ist ja das Wasser besonders feucht und das tut dem geschundenen Touristenkörper besonders gut. Das war der Klinik-Touristin natürlich auch nicht recht, denn sie sollte gleich nach dem Krankenhausaufenthalt in die Reha kommen. Und wie soll sie dann vorher zum Friseur kommen? Und sich noch was Ordentliches zum Anziehen kaufen? Und überhaupt und außerdem, also nein, das geht schon mal gar nicht. Natürlich wurde der halbe Planet um ein Stück verrückt, damit unsere Touristin den passenden Termin bekommt, in eine Reha am Chiemsee, deren Essen höchstwahrscheinlich mindestens ebenso schlecht ist, wie in der Diagnoseklinik in Wiesbaden. Die Beckham wäre da wahrscheinlich noch dünner geworden, eine Katastrophe in den Augen der Klinik-Touristin.

Auch Susi wollte eine Reha. Schließlich ist sie noch recht jung, der Bauch tut weh und der Rest vom Dickdarm sollte ja wieder funktionieren, denn irgendwo soll das ganze Essen auch wieder rauskommen können.

Jetzt ist es in deutschen Landen so, dass ein gewisser „Sozialer Dienst“ sich darum kümmert, wer in die Rehas dieser Welt kommt. Der Soziale Dienst wird meist in den Kliniken durch eine Person vertreten und da kommt es halt darauf an, wie, sagen wir mal:  ehrgeizig, diese Person ist.

Susi kam inzwischen von Wiesbaden nach Hause und während die Klinik-Touristin mit der ganzen Welt herumstritt, ob sie nicht noch einen Tag Reha rausschieben könnte, weil auch die Fingernägel dringend mal gemacht werden müssten, hatte Susi noch keinen Termin. Der Soziale Dienst brauchte länger.

Achso: Susi wollte nicht zum Chiemsee. Die will nach Bad Homburg, gleich in der Nähe.

Die Rehaklinik in Bad Homburg hat aber leider keinen Bock auf die Susi, denn die Rehaklinik in Bad Homburg behauptet jetzt ständig, dass noch irgendwelche Unterlagen fehlen, obwohl der Soziale Dienst meint, alles bereits zum x-ten Male dorthin geschickt zu haben. Auch Susis Anrufe bei der zuständigen Versicherung laufen ins Leere, denn die sind dafür nicht zuständig und das macht ja die Rehaklinik in Bad Homburg, deren total frustrierte Mitarbeiterin die Susi ankeift, weshalb sie denn bei ihr anrufe, denn „sie würden sich schon melden“.

Klar, es fragt sich nur wann.

Inzwischen sind 4 Wochen vergangen. Susi wartet noch immer auf einen Rehaplatz in Bad Homburg, die dort lauernde, frustrierte Mitarbeiterin will noch immer keine Telefongespräche mit irgendwelchen Susis führen und die Klinik-Touristin streitet wahrscheinlich gerade mit den Fischen im Chiemsee, weil diese viel zu laut atmen.

Das Gesundheitssystem hängt an Personen und wenn diese zu faul sind, keine Lust auf irgendwas haben oder Messis sind, die alle Unterlagen verräumen und nicht mehr finden, dann hat man als Susi schlicht einfach Pech gehabt.

Auch haben wir in Deutschland so tolle Dinge wie GDP’s, also ein Abrechnungssystem für Kliniken, nachdem diese Häuser nur noch Pauschalen für die Behandlungen erhalten. So bekommt ein Krankenhaus – sagen wir mal – 1.000 Euro für eine Hüft-OP, egal, wie lange der Patient in der Klinik bleibt oder nicht. Jetzt kann man sich mal vorstellen, warum Operationen künftig im Taxi durchgeführt werden, während der Patient nach Hause gekarrt wird.

Auch haben wir in Deutschland das System der Budgets. Dahinter verbirgt sich die Logik, dass Ärzte in einem Quartal eine bestimmte Anzahl an Leistungen abrechnen kann. Wenn er diese Zahl überschreitet, hat dies hohe Abschläge zur Folge. Also hat so ziemlich kein Arzt Lust, Untersuchungen, Operationen, vielleicht auch im Rahmen einer Reha, durchzuführen, wenn er dafür 43 Cent weniger verdient.

Das bedeutet also, wenn man die neue Hüfte will und der Arzt hat dieses Quartal dummerweise den gesamten Wohnblock mit neuen Hüften versorgt und sein Budget erfüllt, dann wird der Onkel Doktor keine neue Hüfte einsetzen. Nicht im aktuellen Quartal. Punkt, aus.

Jetzt mal vereinfacht dargestellt.

Vielleicht hat Susi nur Pech und auch Rehakliniken unterliegen diesen Budgets (und nicht nur Arztpraxen) und in Bad Homburg hatten sie schon zu viele Dickdärme. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb dort alle so unfreundlich sind am Telefon. Die können keine Dickdärme mehr sehen.

Ich glaube, Susi hat einfach nur Pech. Dumm gelaufen. Ihr fehlt halt die Erfahrung und Routine einer Klinik-Touristin.

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Politiker und Kinder-Fotos

Ich muss da mal etwas loswerden – zum Thema Kinderpornos.
Es liegt wahrscheinlich daran, dass ich zu dumm für gewisse Dinge bin, aber vielleicht kann mich ja irgendwer aufklären.
Wenn beispielsweise heutzutage ein Politiker nur daran DENKT, sein Fahrzeug ins Parkverbot zu stellen, dann kommt er an den medialen Pranger, wird öffentlichkeitsgerecht geteert und gefedert, um anschließend sämtliche Ämter loszuwerden.
Sollte ein Politiker sogar noch schlimmere Dinge anstellen, dann muss er ebenfalls von der politischen Bühne entfernt werden. Beispielsweise seinen Fahrer mit dem Dienstfahrzeug zum Einkaufen schicken. So etwas in der Art.
Keine Frage, denn schließlich gehören diese Menschen zu jenen Personen, die uns allen vorschreiben, wie wir zu leben, essen und atmen haben, daher müssen die mit gutem Beispiel vorangehen. Ist es nicht der Fall, dann weg mit ihnen!
Gut, habe ich verstanden.
Wenn aber ein Politiker einkaufen geht und das mehrmals und es sich dabei zufälligerweise um Videos und Bilder von Kindern handelt, dann ist das was? Völlig o.k.?
Mir ist schon klar, hier handelt es sich um eine Grauzone, denn diese Bilder einer kanadischen Bilderhandelskette zeigen keine explizite Pornografie, doch sie zeigen Kinder in diversen Zuständen der Nacktheit.
Jetzt kann mir kein Mensch erzählen, dass dieser Herr Politiker nicht wusste, was er da kaufte. In diesem Falle wäre er wahrscheinlich nicht ganz zurechnungsfähig und ich glaube, hierbei könnte es sich um ein Ausschlusskriterium handeln. Für den Job als Politiker.
Auch glaube ich ihm kein Wort, wenn dieser Herr uns weismachen versucht, er sehe sich halt gerne Bilder junger Menschen an und nichts weiter. Keine Ahnung, ob er so argumentiert, aber sollte das der Fall sein, dann muss er uns für völlig bescheuert halten, das zu glauben.
Vielleicht behauptet er ja, dieser Kauf von Bildern und Videos geringbekleideter Kinder sei zufällig passiert, er wollte das gar nicht, es sei ihm gleich schlecht geworden und er tat sowieso die nächsten drei Wochen Buße bei den Johannitern oder sonst wo.
 
Ähm, gab es da nicht mindestens drei Kaufaktivitäten dieses Herrn Politikers? Hat der arme Kerl etwa Parkinson oder einen heftigen Tremor, weshalb sein Finger immer und immer wieder gegen die Enter-Taste seines Rechners krachte, just in dem Moment, als sich der verdammte Mauszeiger direkt auf dem „Kaufen“-Feld befand?
Ja, wie viel Pech kann denn ein Mensch noch haben? Der arme Mann!
Jetzt mal unter uns: Sollte er an Parkinson, Tremor, dem Zappelfillip-Syndrom oder ADHS im Finger leiden, ist das extrem bedauerlich, aber dann sollte er auch nicht unbedingt als Politiker arbeiten.
Wie kann er dann die schönen neuen Gesetze unterschreiben, wenn er dauernd rumzappelt? Ach so, der unterschreibt keine Gesetze. Alles klar. Keine Zeit oder was, weil er den ganzen Tag auf Kinderpornoseiten rumsurft, oder wie?
 
Auch wenn uns jetzt alle in irgendeiner Weise vorgaukeln wollen, dass das, was der Herr Politiker getan hat, nicht ungesetzlich ist, haben wir da einen Typen im Parlament sitzen, der sich so extrem gerne Bilder von Kindern ansieht, dass er sich solche Fotos sogar kauft. Er dafür sogar Geld ausgibt!
Jetzt mal im Ernst: Für wie blöd werden wir eigentlich gehalten????
 
Es ist sogar so, dass nicht dieser Herr Politiker mit dem nervösen Finger seine Ämter niederlegen muss, NEIN, ein Anderer musste gehen, weil der wiederum den Kollegen mit den Zuckungen verpfiffen hatte!
Gut, es ist nicht nett, jemanden zu verpfeifen. Das tut man nicht und normalerweise gibt es dafür einen Satz heiße Ohren. Als Vorbild gilt hier beispielsweise der BND und auch gewisse Abteilungen vom BKA, denn die wussten von der Sache mit den Bildern und dem Herrn Politiker und haben den nicht verpfiffen!
Das sind ja mal schneidige Kerle! Die halten wenigstens dicht, jawohl!
Die haben übrigens auch dicht gehalten, als vor einiger Zeit eine Nazi-Bande ihr Unwesen trieb. Da hatten die auch nichts gesagt, bis sich die drei Nazis irgendwie in die Luft sprengten oder so. Dummerweise überlebte bei dieser Sache eine Frau und die Leute vom BKA, BND, EMMA, Lupo und CSI Grevenbroich mussten dann doch mal offiziell rausgehen und nachgucken, wer da jetzt solchen Krach machte.
Hätten sich die drei Nazis damals nicht gezofft, wäre deren Treiben bis in alle Ewigkeit so weitergegangen, denn auf unsere Behörden ist ja Verlass: Die verpfeifen keinen.
Bis, tja, bis auf den Spaßverderber von Politiker, der den lieben, bilderafinen Kollegen unbedingt verwamsen musste. Gut, das der weg ist!
Wer weiß, was der sonst noch alles so erzählt hätte, nicht wahr?
 
Also, was ist jetzt mit dem Typen, der sich im Internet Kinderpornografie kauft, die geschickt genug in Szene gesetzt wurden, damit diese Videos und Bilder nicht als Pornografie im rechtlichen Sinne gelten und deswegen gerade noch legal sind?
Nichts ist mit dem Typen, nichts wird passieren.
Wahrscheinlich wird demnächst irgendein Gesetz erlassen, wonach das Anfertigen von Bildern von Unmündigen generell auf Höchststrafe gesetzt wird. Dann werden nämlich sämtliche Eltern, die ganz normale Geburtstagsbilder machen, für alle ewigen Zeiten im Kerker schmorren.
Bis dahin wird unser Herr Politiker mit dem Finger-ADHS wahrscheinlich Innenminister sein.
 
Wie heißt es so schön? Ich kann nicht so viel essen, wie ich kotzen könnte!
Aber jetzt bitte, klärt mich mal auf: Wie kann es sein, dass ein – mutmaßlich – pädophiler Politiker, dessen kranke Vorliebe sogar öffentlich gemacht wurde, seine Aufgaben unverändert durchführt, als wäre nie etwas geschehen?
Ich kapiere es nämlich wirklich nicht.
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Welche Sprüche nerven Singles? – Teil 3

„Du sitzt bei Marie und Jan!“
 
Seit je her zählen wir zu den Herdentieren. Natürlich stößt dieses Wort bei einigen von uns sauer auf, denn schließlich gehören wir weder irgendeiner Tiergattung an, noch bilden wir Herden.
„Der Mensch ist ein sozial aktives und damit gemeinschaftlich orientiertes, vernunftbegabtes, Wesen“, klingt an dieser Stelle schon gesellschaftlich verträglicher.
Jo, ein Herdentier also. Das Problem an der ganzen Sache zeigt sich in der Fähigkeit zur Vernunft und wird besonders bei „gemeinschaftlich orientierten“ Zusammenkünften deutlich, insbesondere durch die allseits erfrischende Anwesenheit von Singles.
 
Normalerweise bedeutet jegliche Veranstaltung mit einer Zahl an Teilnehmern, die der mathematischen Gleichung von größer drei entspricht, einen wahren Freudentag für beziehungslose Menschen. Je mehr Personen auf einem Haufen herumtollen, umso besser die Chance für unser Rehlein, endlich jemanden zu treffen, der sich sofort Hals über Kopf in sie verliebt.
Natürlich soll dieser „Jemand“ Johnny Depp wie aus dem Gesicht geschnitten sein, gleichzeitig so witzig wie Michael Mittermeier und Mario Barth zusammen, mit einem Intelligenzquotienten, bei dem Einstein dagegen wie ein nasser Sack erscheint und der sexuellen Ausstrahlung von Graf Dracula persönlich.
Wie sich jeder von uns vorstellen kann, endet es meist nicht so für unsere weibliche Granate, die höchstens noch einsam in der Wüste detoniert. Wenn überhaupt, quatscht sie bei solchen Anlässen maximal ein Typ an, der unglaubliche Ähnlichkeit mit Yogibär besitzt. Sollten bei ihm ein Faible für Holzfällerhemden und Star Wars hinzukommen, dann ist klar, dass auch dieser Tag für sie zu einem Griff ins Klo wird.
Es sei denn, sie steht auf eine Mischung aus Chewbacca und John Boy von den Waltons.
 
Bei Omas achtzigsten Geburtstag platziert die Familie unser Rehlein normalerweise gleich an den Tisch der vielen, mitgebrachten Knirpse. Und nicht an die Tafel, gemeinsam mit Omas Kindern, deren Partner, Tanten, Onkeln, Yogibär und dem Rest des Rudels.
Sollte Hasiputz unglaubliches Glück widerfahren, verarbeitet Johnny Depp momentan seinen Trennungsschmerz und sitzt deshalb auch neben ihr, am Tisch mit den lieben, angesabberten Kleinen. Passiert jedoch normalerweise nicht und warum das so ist, erfahren wir weiter unten. Falls das Wunder dennoch eintritt und ein Typ neben ihr hockt, kann sie davon ausgehen, dass es entweder das Monster aus dem Sumpf ist oder ein irrer Soziopath.
 
Doch weshalb hören Singles und da wiederum Single-Frauen so häufig den niederschmetternden Satz: „Du sitzt bei Marie und Jan!“?
Der Grund liegt nicht darin, wie viele jetzt vielleicht vermuten mögen, dass uns partnerschaftliche Abstinenz in geifernde Bestien verwandelt. Für jeden bereits auf einige Kilometer Entfernung erkennbar, was dazu führt, dass alle instinktiv auf Distanz gehen. 
Nein, weit trivialer. 
Da wir ja als vernunftbegabte Wesen gelten, braucht der Mensch bei solchen Familienfeiern immer ein Opfer, das auf die lieben Kleinen achtet, damit die sich nicht gegenseitig mit der Kindergabel ausweiden. Oder gar Omas liebevoll gesammelte Porzellanfigürchen fröhlich gackernd als Wurfgeschosse benutzen und dabei Oma an ihrem Ehrentag in den Herzinfarkt kreischen.
 
Ein Single ist für eine derartige Aufgabe perfekt!
Erstens klärt es die Frage, wo unsere Rose sitzen soll. Schließlich sind bei Familienfesten auch die Partner ihrer Schwestern, Schwägerinnen, Tanten anwesend. Da kommt wiederum schnell mal eine gehörige Portion Besitzansprüche ins Spiel. Keine der Geschlechtsgenossinnen hat Bock darauf, dass ihre Männer auf dumme Gedanken kommen, wenn die Wüstenprimel alle mit ihren Erzählungen über trostlose Verabredungen auf Trab hält.
Zweitens erübrigt sich gleichzeitig die Suche nach einem willigen Opfer, das auf die kleinen Bestien aufpasst.
Natürlich wird sie auf diese Weise nicht abserviert.
Sie hat ja weder Lepra noch Staupe und außerdem ist ein Single nicht automatisch ein schlechter Mensch, den es zu meiden gilt. Nein, sie zeigen sich genauso herzlich, humorvoll, gesittet und anpassungsfähig wie der Rest der Menschheit.
Sie sind vielleicht nur einen Ticken einsamer als Pärchen.
 
„Du sitzt bei Marie und Jan“ oder im Falle eines gemeinsamen Ausfluges: „Du sitzt hinten bei Marie und Jan“ bekommen ausschließlich Single-Frauen um die Ohren geknallt.
Zum einen, weil dieser Satz IMMER von Frauen kommt. Sei es von der Schwester, der Schwägerin, der Cousine, Tante oder besten Freundin.
Die dahinterliegende Strategie: Revier abstecken. 
Zum anderen fallen Single-Männer am Tisch der liebenswürdigen Bälger binnen Sekunden in ihr Kinder-Ich zurück und richten eine Katastrophe an, die der Schlacht am Little Big Horn gleichkommt. Männliche Singles beruhigen keine kurzen Menschen. Sie rauben Ihnen bestenfalls das letzte Quäntchen Erziehung, das möglicherweise noch in diesen jungen Wesen dahinvegetiert.
 
Solche Typen, die meist auf Namen wie „Kalle“ reagieren, sitzen am Tisch der „Großen“ während das einsame Hasiputz den Kleinen zum hundertsten Mal die Geschichte von Hoppel, dem kecken Häschen im Liebeswald erzählt und dabei in tiefe Depression versinkt. Von Kalle selbst geht für gewöhnlich wenig Gefahr für die anderen Männer aus, frauentechnisch betrachtet. Denn Kalle ist schon hackedicht, bevor überhaupt die Suppe serviert wird.
 
Sollte nach dem Familien-Mahl Hasiputz und Kalle endlich aufeinander treffen, dann ist da bereits Hopfen und Malz verloren. Kalle konnte inzwischen die alkoholbedingte Metamorphose abschließen und dabei durch und durch den Aggregatszustand „flüssig“ annehmen, während Rehlein endgültig nach Anti-Deppresiva süchtig wurde.
Dank der lieben Kleinen und Hoppel, dem Hasen.
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Welche Sprüche nerven Singles? – Teil 2

„Du bist einfach zu wählerisch!“
 
Ein jeder von uns durfte zu irgendeinem Zeitpunkt seines Lebens die Höhen und Tiefen des Single-Daseins erfahren. Und wenn es nur am Tag der Geburt war.
Manche wiederum entschieden sich dafür, Singles zu bleiben und manche wollen an diesem Zustand zwar etwas ändern, doch niemand teilt ihren Entschluss.
 
Aus unzähligen Gesprächen mit lieben Freunden, Feinden, Neidern und gutmeinenden Häuten konnte ich immer wieder erfahren, wie schwer es für Männer ist, das unsagbar schnuckelige Rehlein am anderen Ende des Nachtclubs, im Bus, auf der Erotikmesse, im Zuchthaus, beim Metzker, etc. gekonnt anzusprechen.
Interessanterweise höre ich exakt das gleiche Argument auch von Frauen. Sie erblicken einen Mann, der – ihrer Meinung nach – unglaubliche Ähnlichkeit mit George Clooney, Brad Pitt oder Jürgen von der Lippe besitzt. Oftmals verlieben sie sich sehr spontan in ihn oder fühlen sich zumindest von seinem Charisma, gerne in Form eines Porsches, unwiderstehlich angezogen. Ob der Typ tatsächlich der Zwillingsbruder von Herrn Clooney sein könnte, hängt davon ab, wie stark ihre Kurzsichtigkeit ausgeprägt ist. Oder wie lange sie keinen Kerl mehr ins Bett bekam.
Unser Rehlein wird ihren Traummann in den allermeisten Fällen nicht ansprechen, denn dafür ist sie schlicht einfach zu feig. So etwas schlägt bei ihr auch schon mal in Frust um. Da weht dann statt dem längst überfälligem Lächeln ein arktischer Wind der Missachtung zu George und Brad herüber. Dabei ist es völlig egal, ob der Typ selbst sie bereits die ganze Zeit anschmachtete oder sie keines Blickes würdigte.
Falls es der Kerl im Laufe des Abends von seiner Seite aus wagen sollte, sie anzusprechen, hetzt sie ihm nun mit Sicherheit die Polizei an den Hals oder den Pfefferspray in die Augen. Im übertragenen Sinne.
Sollte allerdings das Wunder passieren und beide kommen ins Gespräch, befindet sich die zarte Flamme der Leidenschaft dennoch in ständiger Gefahr, wieder den Erstickungstod zu sterben.
 
Frauen stört an Männern besonders, wenn diese über wenig Allgemeinbildung verfügen (75%), deren Freunde Ekelpakete sind (50%) oder der Cowboy auf seine starke Rechtschreibschwäche stolz ist. Dies ist immerhin noch bei 34% der Frauen der Fall, die im Rahmen einer Umfrage von Elite-Partners befragt wurden.
Auch zu viel Esoterik-Gedöns finden wenigstens 27% unserer Rehlein abtörnend.
Interessanterweise verhält es bei Männern ähnlich: Hier stoßen sich 62% der Männer an Frauen, die Barack Obama für eine Automarke halten. 45% haben keinen Bock auf ihre sadistischen Freundinnen und knapp 39% ergreifen die Flucht, sollte sich Hasiputz als esoterische Hexe mit Räucherstäbchen-Fetisch entpuppen.
 
Natürlich interessiert die meisten meiner weiblichen Leser, wie Mann über ihr Erscheinungsbild denkt.
Etwa 25% der Männer irritiert ein starker figürlicher Makel. Damit ist nicht gemeint, dass Er sofort das Weite sucht, nur weil Sie unter einem Pickel in der rechten Kniekehle leidet. Das bedeutet jedoch auch, rund zwei Drittel der Männer ist es mehr oder weniger egal, wenn die Figur der Angebeteten eben NICHT göttliche Dimensionen erreicht.
Wir reden hier von Partnerschaften, wohlgemerkt. Wir können getrost davon ausgehen, eine Umfrage zum Thema „der spontane Fick für zwischendurch“ würde völlig andere Ergebnisse zutage bringen.
Während für eine dauerhafte Beziehung der Frauentyp „FAZ-Journalistin“ durchaus Chancen hätte, auch wenn dieser in etwa eine Ausstrahlung besitzt, wie die weibliche Variante von Stephen Hawking, unterscheiden sich die Auswahlkriterien bei lediglich erotische Scharmützeln geringfügig.
Deshalb müssen eine Pamela Anderson, eine Victoria Beckham etc. nicht unbedingt geistige Überflieger sein, sollte ihnen der Sinn nach einem Abenteuer stehen.
Frauen sind in diesen Dingen den Männern nicht allzu weit entfernt.
Logischerweise werden sie – auf die Partnerwahl angesprochen – immer darauf bestehen, dass ihr an ihm tolle Hände, interessante Augen und ein gutmütiges, aber verwegenes Lächeln besonders imponieren.
Auch darf er den Dalai Lama ruhig gut finden, Greenpeace zumindest im Geiste unterstützen und die USA als die wahre Achse des Bösen sehen.
Letztlich wird es ihr jedoch völlig egal sein, wie unendlich doof er eigentlich ist, sollte er seine Hüften so geschmeidig bewegen können, wie Mr. Paul „Dizzy Hips“ Blair. Bei diesem Herrn handelt es sich um den Weltmeister im Hula Hoop-Dauerlaufen, der dummerweise Amerikaner ist.
 
Obwohl unsere – leider noch unentdeckte – Göttin der Leidenschaft ihre Ansprüche inzwischen bis zum Bodensatz runterschraubte, sie inzwischen ihre Partnersuche auf Friedhöfen ausweitete und vor lauter Verzweiflung in jedem Splatter-Horror-Movie eine romantische Liebesschnulze sieht, hört sie ständig folgenden Satz: „Du bist einfach zu wählerisch!“
 
Zu jeder sich bietenden Gelegenheit werden die sadistischen Freundinnen unserer schüchternen Rose ihr diese Worte vor die Füße werfen, wie der Feldherr dem römischen Kaiser das Haupt des besiegten Feindes. Mit triumphalem Lächeln genießen sie, wie ihre Hoffnung Stück für Stück zerbröselt. Letztlich geben sie ihr mit geheuchelten Ratschlägen den Rest. Tipps, die für unsere, in Einsamkeit dahinsiechende, Wüstenblume sowieso undurchführbar sind.
Letztlich scheint es völlig egal, ob der weibliche Single ihre Bekanntschaften aus dem Kuriosenkabinett abgreift und damit auf Familienfeiern oder sonstigen offiziellen Gelegenheiten erscheint. Dieser Satz begleitet sie so lange, bis sie endlich vor dem Traualtar steht. Die Übersetzung von: „Du bist einfach zu wählerisch!“ bedeutet unter Frauen übrigens nichts anderes als: „Ich bin attraktiver als du!“
 
Es handelt sich dabei mal wieder um ein Spiel der Macht.
Wenn beispielsweise eine Zombie-Plage die Stadt heimsucht und ein fortgeschritten verwesender Untoter spaziert geradewegs auf unseren Single mit ihrer besten Freundin zu und diese sagt: „Vergiss es. Bei dem hast du nie und nimmer Chancen“, dann beansprucht sie damit lediglich die Pole Position in Sachen Attraktivität. Es ist weder das erklärte Ziel, ihre Single-Freundin vor dem Zombie zu retten, noch hegt sie irgendwelche eifersüchtigen Gefühle beim Anblick eines Typen, der gerade seinen Unterkiefer verliert, während er grunzend auf die beiden zustolpert.
Sie will ihr einfach eine Ladung reinbuttern und klarmachen, wer die Nummer eins ist.
 
Männer funktionieren in diesem Fall völlig anders. Natürlich kommt ein solcher Satz auch unter Kerlen vor, aber eben nicht in Verbindung mit einem geifernden Grinsen. Sie lassen ihn nicht einfach so stehen, sondern kombinieren ihn mit total schlauen Dingen. Das klingt dann in etwa so: „Alter, du bist zu wählerisch! Grab dir ein Loch in den Boden und schwängere gleich den gesamten Planeten. Haben die Indianer schon getan.“
Was darauf folgt, ist eine intensive Diskussion über Winnetou und John Wayne. Ohne jegliche Gehässigkeit. Hätte der Duke außerdem nicht verdient.
 
Der Unterschied liegt darin, dass Männer diese Form der Stutenbissigkeit nicht kennen. Demnach gäbe es auch das Wort „Hengstbissigkeit“ (oder bei besonders armen Teufeln: Wallachbissigkeit). Das tut es jedoch nicht. 
Heterosexuelle Kerle duellieren sich auf andere Weise. Der moderne männliche Duellant besiegt seinen Gegner bei einer Runde Playstation, übertrumpft den Nebenbuhler mit dem dickeren Auto oder der größeren Uhr. Manche versuchen, ihren Rivalen unter den Tisch zu trinken, doch das geht schon mal ins Auge.
 
Sobald also ein weiblicher Single die unheilvollen Worte: „Du bist zu wählerisch!“ vernimmt, kann sie davon ausgehen, als Konkurrentin betrachtet zu werden. Frauen sind nicht zu wählerisch. Maximal sollten sie damit beginnen, sich selbst erstmal attraktiv zu finden! Wie soll George Clooney sie abschleppen wollen, wenn sie selbst keinen Bock darauf hat, an ihrem eigenen Ohrläppchen zu nuckeln? 
Liebe Frauen: Steht zu eurer Ausstrahlung, dann steht euer Traummann auch auf euch!
 
Nächstes Mal ergründen wir gemeinsam den perfiden Satz: „Du sitzt bei Marie und Jan!“
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Welche Sprüche nerven Singles? – Teil 1

Zuerst die gute Nachricht für alle Singles:
Es gibt jede Menge einsamer Vertreter beim anderen Geschlecht!
Beispielsweise liegt der Anteil der männlichen Single-Haushalte in Deutschland bei 44%, bei den Frauen ist diese Zahl etwas höher. Gleichzeitig bietet Hamburg das attraktivste Nachtleben für Singles, gefolgt von Berlin und Köln. Die gleiche Statistik spricht auch davon, dass ebenfalls in Hamburg die attraktivsten Single-Männer UND Single-Frauen leben.
Somit sollte zumindest im Norden alles klar und singlefrei sein.
 
Ist es aber nicht und das ist wiederum der wohl häufigste Grund für partnerschaftliche Einsamkeit:
28,7% der Frauen geben an, schlicht einfach zu schüchtern zu sein.
Über 27% sprechen davon, ihre Unabhängigkeit nicht aufgeben zu wollen und mehr als 25% der befragten weiblichen Singles meinen, ihre Ansprüche an den Partner seien – simpel ausgedrückt – zu hoch.
Da Mehrfachnennungen möglich sind, ergibt die absolute Killerkombination die Mischung aus „bin zu schüchtern“ und „meine Ansprüche sind zu hoch“. Sollte auch noch der Faktor: „Ich schüchtere andere ein“, immerhin noch von mehr als 12% der Frauen angegeben, zutreffen, dann ist es bei diesen Vertreterinnen der Schöpfung wohl am besten, sich einen Hund zuzulegen. Ausgedehnte Spaziergänge mit dem Wuffi und körperliche Ertüchtigung vertreiben dabei so manche fleischliche Gedanken.
 
Interessanterweise denken nur knappe 6% der Männer, sie würden das weibliche Geschlecht tendenziell einschüchtern. Wenn ich mir das männliche Balzverhalten in Verbindung mit der Selbstwahrnehmung in puncto Außenwirkung so ansehe, dann liegt hierbei die Dunkelziffer mit Sicherheit weit höher. Immerhin sind nicht ganz ein Drittel der Männer davon überzeugt, ihre Ansprüche seien zu hoch.
An zweiter Stelle liegt die Verteidigung der Unabhängigkeit. Schüchternheit trifft gerade mal bei 16% der Männer zu.
Singles kaufen überproportional häufig Tiefkühlprodukte und treiben noch so manche andere Dinge, aber damit wollen wir uns jetzt nicht aufhalten.
 
Was zeigt uns jedoch dieser kleine statistische Exkurs?
Das Land verfügt über genug Singles, somit ist – rein theoretisch – für jeden etwas dabei.
Nun haben wir es jedoch dummerweise mit einem Aspekt zu tun, der in der Wissenschaft das „Frau-Mann-Ungleichzeitsprinzip“ genannt wird.
Das Frau-Mann-Ungleichheitsprinzip errechnet jenen Koeffizienten, der auftritt, wenn irgendein Verrückter versucht, diese beiden Entitäten, also Frau und Mann, miteinander zu kombinieren. Ein Single zum Beispiel. Eventuell sogar in einer Nachtbar in Hamburg.
Die Hauptaussage des Frau-Mann-Ungleichheitsprinzips liegt darin, dass – egal, wie man es dreht und wendet – Mann und Frau NIEMALS aber auch nur annähernd in ähnlicher Art und Weise denken, handeln, empfinden, wahrnehmen und reagieren!
 
Nehmen wir mal an, eine augenscheinlich hübsche junge Frau sitzt in an der Theke eines Nachtclubs. Konkret ausgedrückt handelt es sich bei ihr um eine super heiße weibliche Granate. Mit Augen zum darin Ertrinken, Lippen, die selbst Buddha aus jeder Meditation gerissen hätten und einer Figur, die bei jedem Mann sofortigen Blutsturz beschert. Während sie noch darüber grübelt, ob der Pickel hinter ihrem linken Ohr ein Grund sein könnte, vom Don Juan gegenüber eine Absage zu erhalten, greift dieser bereits dem kleinen Pummelchen mit den schiefen Augen unter den Rock.
Warum?
Weil der Pickel hinter dem Ohr doch ein no-go war?
Nein, weil Mann in vielen Dingen schlichtweg anders funktioniert als Frau! Während die pure Sünde auf der einen Seite der Theke noch nachdachte, wie sie ihr Ohr abdecken könnte, grinste sich Pummelchen bereits ins Schlafzimmer unseres Testosteron-Cowboys.
 
Liebe Damen, es ist ein zwar hartnäckiges, aber dämliches Gerücht, dass Frauen über ein perfektes Aussehen, einen fantastischen Körper mit Rundungen wie auf einer Pyrenäen-Etappe und gleichzeitiger Kleidergröße 34 bis maximal 36 verfügen müssen. Dabei vielleicht noch zusätzlich die Ausstrahlung einer Porno-Göttin besitzen in Verbindung mit dem Verhalten einer Jungfrau.
Ich verrate euch ein Geheimnis, liebe Leserinnen meines anspruchsvollen Blogs: Männer funktionieren nicht so vielschichtig. Sie würden es nicht einmal mitbekommen, sollte Frau beim Restaurantbesuch kurz mal auf die Toilette verschwinden und komplett umgezogen wieder zum Tisch zurückkehren.
Natürlich hat ein jeder von uns bestimmte Kriterien, auf die wir bei der Partnerwahl reagieren. Wenn Mann auf blonde Bohnenstangen steht, wird er sich nicht Beth Ditto, die Sängerin der Band „Gossip“ anlachen. Sollte Frau auf einen südländischen Typ stehen, angelt sie sich keinen Wikinger.
Es ist aber völlig egal, ob ihre linke Brust um ein Nanogramm größer als die Rechte ist, ob sie etwas Hüftspeck hat oder ihre Wimpern zu lang, zu kurz, zu schief, zu gerade oder zu gebogen sind.
Es ist die Ausstrahlung, die Interesse weckt.
Das, was wir aussenden zählt, wenn uns jemand ins Visier nimmt. Die Art, wie ich auf einen Blickkontakt reagiere. Sollte Mann oder Frau dabei jedoch einen Blick aufsetzen wie ein altgedienter Mafia-Killer, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn das Gegenüber eine Angstneurose bekommt.
Natürlich bedeutet das nicht, dass sich Frau bei jeglichem noch so winzigen Signal eines Mannes auf ihn stürzt, wie eine Gossenschlampe. Mann will erobern und nicht vom Wild angesprungen werden, um es in der Jägersprache auszudrücken.
Die Dosis macht das Gift. Erobern heißt nicht gleichzeitig, dass Männer darauf stehen, das Objekt der Begierde in einem der Hamburger Nachtclubs erst mit dem Elektroschocker traktieren zu müssen, damit sie endlich mal eine Reaktion zeigt.
 
Eines jedoch nervt alles Singles gleichermaßen, Single-Frauen treibt es besonders auf die Palme, nämlich:
Die zehn nervigsten Sprüche, wenn die Einsamkeit am größten ist.
In erster Linie bekommen diese Sätze weibliche Singles vorgesetzt. Der Grund liegt darin, dass Männer ihresgleichen nur sehr selten mit ausgelatschten Plattitüden aufzumuntern versuchen. Schon gar nicht, falls es um deren Sexleben geht.
Wie es auch ist: Diese Sprüche nerven Singles am meisten und in den nächsten Artikeln beschäftigen wir uns näher mit ihnen.
 
Spruch 1
„Du bist die Nächste, du bist die Nächste!“

Das hört Single-Frau besonders gerne.
Nicht nur, dass sie bereits seit drei Jahren keinen Partner mehr hat, „vögeln“ für sie inzwischen nur noch ein Begriff aus der Ornithologie ist und seit letzter Woche die goldene Mitgliedskarte von Parship besitzt, kauen ihr gerade jene Freundinnen ein Ohr ab, die nicht müde werden, ihr vorzuschwärmen, wie unendlich glücklich sie mit ihren Partnern sind.
Natürlich erfährt sie von ihren sadistischen Freundinnen, wie unsagbar fantastisch der Sex mit dem Partner ist. Welche Stellungen anatomisch gerade noch durchführbar sind und welch herrliches Gefühl einen beschleicht, mit dem geliebten Menschen an der Seite durch den Park zu spazieren.
Kurz bevor unser Single beschließt, sich auf der Toilette hinunterzuspülen, wandert das Gespräch, wie vom Teufel persönlich gelenkt, in Richtung Hochzeiten und kurz darauf kreischen besagte Freundinnen gleichzeitig die unheilvollen Worte: „Du bist die Nächste!“
Es versteht sich von selbst, dass dieser Satz ohne jegliche Logik aus dem Nichts entstand und es ist völlig klar, dass die lieben Freundinnen unserem Single damit nicht helfen wollen.
Es ist auch nicht das erklärte Ziel, unserer einsamen Blume Mut zu machen.
Der Antrieb ist hierbei rein grausamer Natur: Das Weibchen saugt ihrer Rivalin bei jeder Gelegenheit alles an Energie heraus, sofern sich nur die kleinste Möglichkeit dazu ergibt. Eine Frau sieht in ihrem weiblichen Gegenüber IMMER eine Gegnerin. Total egal, ob es sich dabei um die beste Freundin, die Oma, Tante Gerti oder eine 94-jährige Nonne handelt.
 
Ganz klar, dass unser Single-Weibchen nie erfahren wird, wie es dazu kommen könnte „die Nächste“ zu sein. Vor allem, da sie nicht einmal einen Partner besitzt, geschweige denn einen Termin, jemanden zu heiraten.
 
„Du bist die Nächste!“, ist eine besonders perfide Form der psychischen Folter und sollte eigentlich von den Vereinten Nationen verboten werden.
 
Wie gehen Männer damit um?
Erstens würde ein Mann niemals zu einem anderen „Du bist der Nächste!“ sagen, es sei denn, er ist der leibhaftige Tod und stattet der Intensivstation des Krankenhauses einen Besuch ab.
Auch wenn der eine Kumpel zum anderen mit einem einfühlsamen: „Na? Was am Laufen im Moment?“ ein tiefenpsychologisches Gespräch am Tresen der Lieblingskneipe beginnt, wird der Single-Mann stets mit einem: „Wie denn? Vor lauter Vögeln habe ich keine Zeit für Beziehungsscheiße“ antworten.
Meist endet an dieser Stelle der sensible Austausch und beide betrinken sich unter ehrlich gemeintem Zuprosten.
Mann hat zwar wenig Probleme einzugestehen, keine Beziehung zu haben, er würde jedoch niemals zugeben, sexlos zu leben. So etwas ist schlicht undenkbar.
Ein Mann ohne Sex ist entweder ein Eunuch oder schwul. Aus der Sicht des Mannes, die logischerweise völlig dämlich ist, denn warum sollten Homosexuelle keinen Sex haben und Eunuchen gibt es schon lange nicht mehr. Zumindest nicht in Hamburg.
 
Normal läuft ein solches Gespräch so ab:
„Und? Was am Laufen?“
„Ich? Ich ficke jeden Tag eine andere, wie soll ich da Zeit für eine Beziehung haben?“
Natürlich weint sich der Gute jede Nacht aufs Neue in den Schlaf und kuschelt sich dabei an seinen Teddy, den er zu seinem dritten Geburtstag von der Tante Gerti geschenkt bekam.
 
Die andere Version endet da viel fataler.
„Und? Was am Laufen?“
„Hör mir mit den Frauen auf. Keine Ahnung, was los ist. Ich bekomme ja nicht einmal eine in die Kiste geschweige denn, dass ich eine Freundin finde.“
„Bist du schwul, oder was? Oder hast du was an den Eiern?“
 
Aus männlicher Sicht existiert dieser Satz schlicht einfach nicht. Weibliche Singles kriegen ihn jedoch mit trauriger Regelmäßigkeit serviert. So lange, bis sie ihre Freundinnen erschlagen haben oder sich den nächstbesten männlichen Zombie zum Partner nehmen, nur um endlich Ruhe zu haben.
 
Das nächste Mal betrachten wir Spruch 2: „Du bist einfach zu wählerisch.“ etwas ausführlicher.
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Proklamation meiner Besitzansprüche an die Milchstraße

Am 13. Dezember 2012 veröffentlichte ich auf meiner Facebook-Seite meine Ernennung zum Herrscher unserer Milchstraße.
 
Nun, nach einer ausreichenden Wartezeit hatte niemand diese Proklamation angefochten. Möglichkeiten dazu gab es ausreichend, schließlich wurde in diesem Zusammenhang eine ausführliche Pressemitteilung veröffentlicht.
Etwas berührt und ein wenig bewegt freue ich mich über meinen neuen Erwerb: meine ganz persönliche Galaxis! 
 
 
Hier der Text meiner Proklamation:
Hiermit proklamiere ich feierlich meine Besitzansprüche an unsere Heimatgalaxie, umgangssprachlich auch „Milchstraße“ (engl. „Milky Way“). Als offiziell ernannter Eigentümer und nunmehr gleichzeitiger Herrscher dieser Galaxis vom Typ „Balkenspiralgalaxie“ postuliere ich die Staatsform „absolutistische interstellare Monarchie“, dessen Oberhaupt fortan „Kaiser von den Sternen und Nebeln Mark E. Carter der Erste“ ist.
 
Als erste Amtshandlung erkläre ich außerdem, das uns bekannte stellare Sonnensystem, mit der Erde und den anderen darin befindlichen Objekten (einschließlich des Objektes „Sonne“) als ein autarkes und unabhängiges Territorium, das regierungsseitig, wirtschaftlich und rechtsverbindlich völlig losgelöst vom Rest dieser Galaxis agiert und keinerlei Ansprüche von seiner kaiserlichen Hoheit Mark E. Carter der Erste erhoben werden kann. Natürlich beinhaltet dieser – mit sofortiger Wirksamkeit gültige – Entscheid die Abtretung sämtlicher Forderungen an dieses stellare Sonnensystem, sowie wie auch immer gearteter Pflichten seitens der Bewohner, insbesondere des Planeten Erde. Etwaige Müllentsorgungen oder sonstige Tätigkeiten bleiben somit den jeweiligen Himmelskörpern und deren offizieller Organe vorbehalten.
 
Als souveränes Herrschaftsgebiet, genannt „Milchstraße“, wird in Kürze die Internet-Domain .gal („Galaxis“) freigeschaltet, außerdem wurden bereits Verhandlungen mit namhaften Telekommunikationsunternehmen aufgenommen. 
 
Ein wichtiger Punkt ist die Regelung der Sicherung der Grenzgebiete. Vor allem Kometen sorgten in jüngerer Vergangenheit immer wieder für Grenzzwischenfälle, worauf nun für das gesamte Territorium der Milchstraße eine Lösung nach dem Schengener Abkommen verabschiedet wurde.
 
Ich freue mich über diesen, längst notwendigen Schritt und kann üppigen Gewissens versichern, pfleglich und sorgsam mit der Milchstraße umzugehen. Es ist mir natürlich ein Anliegen für Ruhe im Kosmos zu sorgen und vor allem werde ich keine wie auch immer gearteten Veränderungen an inzwischen lieb gewonnenen Sterngruppierungen, wie beispielsweise Sternbilder, vorzunehmen.
Auf gute Nachbarschaft!
 
Euer Mark E. Carter, 
Kaiser von den Sternen und Nebeln (der Erste)
 
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